Geschichte des Motorradclub Gausbach

Der Motorradclub Gausbach e.V. wurde 1975. gegründet und fing mit 8 Gründungsmitgliedern in der Gaststätte "Zur schönen Aussicht" in Gausbach bei Forbach im Murgtal an.
Auch heute ist noch ein Gründungsmitglied im Verein: Rudolf Stefan.
1976 wurde der Verein als eingetragener Verein im Vereinsregister geführt. In diesem Jahr veranstaltete der Verein sein erstes Motorradtreffen und die Mitgliederzahl wuchs stetig auf damals 30 Personen. Dieses Treffen fand auf einem vom Motorradclub hergerichteten Wiesengrundstück unterhalb des heutigen Freizeitbades "Montana" statt, und konnte erst nach monatelangen Arbeiten an der Zufahrt und am Platz durchgeführt werden.
1977 veranstaltete der Verein wiederum ein Motorradtreffen. 36 Mitglieder waren eifrig bemüht, auf dem eigens von der Gemeinde Forbach zur Verfügung gestellten Sportplatz in Gausbach ein Treffen mit großem Festzelt Und jeder Menge Besucher von nah und fern durchzuziehen. Damals war die Motorradszene voll in ihrer Blüte. Autofahren war total out und jeder, der etwas auf sich hielt, versuchte sich ein Motorrad zu leisten; was gar nicht so einfach wie heute war. So kamen die ersten Viertakter in den Alltagsgebrauch. Suzuki 750 Wasserbüffel Honda 250 und 450 CB, Kawasaki ZReihe. Daneben aber auch eine große Zahl von Zweitaktern und großen Mopeds, die damals einfach preisgünstiger und zuverlässiger waren In dieser schönen Zeit knüpfte der Verein zahlreiche Kontakte im In- und Ausland, was oft zu abenteuerlichen Ausfahrten führte.
1978 war es dann endlich soweit, und der Verein veranstaltete das erste internationale Motorradtreffen in Gausbach. Durch die vielen Kontakte im In- und Ausland konnte man über 1200 Leute aus dem gesamten europäischen Ausland begrüßen. Es wird wohl deutlich, daß diese Zeit wohl die schönste Zeit des jungen Vereines war. Im folgenden Jahr zog der Verein in das ehemalige Bahnwärterhäuschen in Weisenbach ein. Dieser Treffpunkt, welcher erst nach hunderten von Arbeitsstunden genutzt werden konnte, ist wohl noch vielen älteren Bikern von nah und fern ein Begriff. So schön diese Zeit auch war, so schnell ging es dann auch bergab mit dem schönen Motorradleben. Dieser Abgang begann 1980 als auf dem 3. internationalen Treffen in Gausbach ein paar bayrische Zeitgenossen meinten sie müßten eine Massenschlägerei veranstalten. Nachdem man dann aber mit Feuerlöschern und anderen Dingen wieder die Kontrolle über dieses Spektakel bekam, war es mit dem eigentlichen Flair dieses Treffens vorbei. Es kam wie es kommen mu8te.
1981 wurde das letzte große Treffen In Gausbach abgehalten. Zwar war die Teilnahme riesig, aber bei dem Verein war die Luft heraus.
In den Jahren 1982 bis 1985 beschränkte sich das Clubleben auf zahlreiche Ausfahrten und Clubabende. Es war sicher auch eine schöne Zeit, aber man befand sich eigentlich auf der Talfahrt des Vereinsbestehens. Als dann 1985 das l0jährige Bestehen gefeiert wurde, war das Treffen zwar wieder toll wie in alten Zeiten und alle feierten kräftig mit, aber diese Veranstaltung war dann doch einigen zuviel. Die Mitgliederzahl schrumpfte von 43 auf 23 im Jahre 1986. Der Tiefpunkt der Vereinsrezession war da. Was nun ?? Dem unermüdlichen Einsatz des damaligen ersten Vorstandes Rudi Beyer ist es zu verdanken, daß wieder Schwung ins Vereinsleben kam. Zum ersten Male veranstaltete der Verein seine mittlerweile weit bekannte Alpenrallye. Zum ersten Male fand im Kurhaus in Forbach ein Zweiradgebrauchtmarkt statt und im selben Jahr begannen die ersten Gespräche wegen eines eigenen Clubhauses. Der Verein war gerettet, als 1987 der Motorradclub "Fire Heads", ebenfalls aus Gausbach kommend, mit dem MC-Gausbach fusionierte. Auf einen Schlag 20 neue Mitglieder welche mit Tatendrang auch in die Vorstandschaft stießen.
Als im Jahre 1988 auch noch die Gaststätte "Karlsruher Hof" in Kirschbaumwasen ersteigert werden konnte und somit der Grundstein für eine eigene Kneipe gelegt war; stand einem erfolgreichen Clubleben nichts mehr im Wege.
Bis zum Jahre 1990 baute der Verein im Clubhaus um und im folgenden Jahr. konnte der Verein seine eigene Kneipe das "Motodrom" in Kirschbaumwasen Für die Öffentlichkeit öffnen. Neben der Gaststätte hat der Verein im zweiten Stock des Anwesens einen gemütlichen Clubraum, in welchem sich alle Möglichkeiten des Vereinslebens natürlich auskosten lassen. Die Gaststätte "Motodrom" ist auch heute noch im Besitz des Vereines und wird als Treffpunkt im gesamten süddeutschen Raum immer beliebter Die Gaststätte hat das ganze Jahr über geöffnet und bietet für den Biker alles, was das Herz begehrt. Auch wurde 1990 wieder auf dem Gausbacher Sportplatz ein Treffen nach alten Zeiten veranstaltet und der Verein war wieder in der Form der alten Tage. Auch wechselte das Amt des Vorstandes nach 12 Jahren Amtszeit vom altgedienten Rudi Beyer an den heute noch wirkenden Werner Finkbeiner.
In den Jahren 1991 bis 1993 wurden wieder zahlreiche Treffen im In- und Ausland angefahren. Sogar in Amerika waren Mitglieder mehrmals auf verschiedenen Treffen mit den eigenen Motorrädern zu finden. Von Nordafrika bis ans Nordkap fuhren. In diesen Jahren zahlreiche Mitglieder auf die verschiedensten Motorradveranstaltungen Ob Wintertreffen bei - 20 Grad C oder Sommertreffen bei 40 Grad C, alles war dabei. Seit 1993 veranstaltet der Verein in Zusammenarbeit mit umliegenden Vereinen und Einzelfahrern auch ein Wintertreffen. 1994-konnte das "Motodrom" an einen geeigneten Pächter vergeben werden, nachdem man mit der Pächterwahl bis zu diesem Zeitpunkt nicht so erfolgreich gewesen war.1994 feierte der Verein dann probehalber wieder ein dreitägiges Treffen auf dem Sportplatz in Gausbach mit ca. 1200 Besuchern. Der Verein besteht zur Zeit aus 62 Mitgliedern wovon leider nur 5 Frauen sind. Die Vorstandschaft besteht Aus 8 Mitgliedern wovon allen voran Detlef Schoch als 2. Vorstand und Organisator zusammen mit Roland Krämer die zahlreichen Veranstaltungen im In- und Ausland managt. Einen mit sehr viel Zeitaufwand bestehenden Job hat unser Kassierer Ralf Merkel zu leisten, welcher aber mit überdurchschnittlichem Engagement diese Aufgabe meistert. Weitere Vorstandsmitglieder sind Joachim Schoch, Jürgen Krämer, Roland Steininger, Thomas Krieg und Frank Kohler, die es durch Ihre vorbildhafte Mitarbeit erst möglichen machen, diesen Verein so gut zu führen. Werner Finkbeiner führt nun als erster Vorstand seit drei Jahren den Verein als Nachfolger von Rudi Beyer und bemüht sich, dies im Sinne eines Motorradclub zu tun.